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Erwachsene

Ein CI ist eine Hörprothese, die hochgradig schwerhörigen und ertaubten Menschen, die keinen ausreichenden Nutzen aus Hörgeräten ziehen können, das Hören ermöglicht.

Voraussetzungen für eine CI-Versorgung sind:

  • die (zumeist beiderseits) hochgradige, an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit
  • kein ausreichender Nutzen von optimal angepassten Hörgeräten
  • funktionsfähiger Hörnerv
  • Motivation und Bereitschaft zur regelmäßigen Nachsorge


Die Voruntersuchung und Operation Die Voruntersuchung umfasst die ausführliche medizinische, audiologische und pädagogische Befunderhebung. Die Implantation wird stationär unter Vollnarkose durchgeführt. Schon während der Operation wird die Funktionsfähigkeit des Implantates und der Hörnerven überprüft. Der Krankenhausaufenthalt dauert nach komplikationslosem Verlauf ca. eine Woche.


Das CI - System

Das CI besteht aus zwei Komponenten: dem internen Implantat (3) und dem externen Sprachprozessor (2), der ähnlich wie ein Hörgerät hinter dem Ohr getragen wird. Das Mikrofon (1) des Sprachprozessors nimmt den Schall auf. Dieses wird im Sprachprozessor in elektrische Signalmuster umgewandelt und über die Sendespule an das Implantat gesendet. Das Implantat nimmt über die Empfängerspule die Informationen auf und gibt sie an die Elektroden weiter, die in der Hörschnecke (4) platziert sind. Die Elektroden stimulieren dort die Hörnerven (5), die die eingehenden Impulse an das Gehirn weiterleiten. Das Gehirn muss lernen, die neuen Höreindrücke auszuwerten und Wörter und Sätze über dieses neue Hören wieder zu verstehen.

 

Was kommt nach der Implantation?

Etwa 4-6 Wochen nach der Implantation erfolgt die Erstanpassung des Sprachprozessors. Dabei werden die Parameter für die individuelle Einstellung des Sprachprozessors ermittelt. Der Patient erhält durch die Stimulation einen ersten Höreindruck, der allerdings noch sehr ungewohnt klingt. In den nächsten Wochen folgen weitere Feinanpassungen des Sprachprozessors sowie ein spezielles Hörtraining, um die neuen Höreindrücke verstehen zu lernen.
Ein weiterer wichtiger Inhalt der Nachsorge ist die ausführliche technische Beratung und die Handhabung des Sprachprozessors und des Zubehörs.

Die therapeutisch-technische Nachsorge im Cochlear Implant Centrum Köln erstreckt sich über mehrere Monate. Auch nach der ersten Nachsorgephase ist eine lebenslange Anbindung an ein CI-Zentrum notwendig, um mindestens einmal jährlich eine medizinische und audiologische Kontrolle des Implantats und des Sprachprozessors durchzuführen. Die Patienten werden während der Voruntersuchung und in der Phase der Nachsorge bei uns ambulant betreut.

Leistungen in der Nachsorgephase

  • regelmäßige Kontrolle und Anpassung des Cochlear Implant Systems
  • Hör- und Sprachtherapie
  • Erst- und Feineinstellung des Sprachprozessors
  • Hörtraining in Einzel- und Gruppentherapie
  • Technische Beratung
  • Erlernen von Kommunikationsstrategien zum besseren Verstehen im Alltag
  • Regelmäßige Patiententreffen



Weitere Angebote

  • Musiktherapie
  • Informationsveranstaltungen der CI-Firmen
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