Schlafmedizin
Die Schlafsprechstunde ist für Patientinnen und Patienten reserviert, die mit einem deutlichen Hinweis auf eine atmungsbedingte Schlafstörung oder störendes Schnarchen, Hilfe suchen. Idealerweise werden Sie mit einer schlafmedizinischen Fragestellung an uns überwiesen. Befunde, wie eine Somnografie (Erstellung des Schlaf-musters), oder eine konkrete Fragestellung Ihres internistischen Schlafmediziners sollten bei Ihnen vorliegen. Beispielhaft sei der Wunsch nach Begradigung der Nasenscheidewand genannt, dies kann z.B. bei Patienten mit einer internistisch therapierten Schlafstörung sinvoll sein, um den Druck Ihrer nCPAP-Maske reduzieren zu können.
Wenn Sie erstmalig mit Beschwerden, die auf eine atmungsbedingte Schlafstörung oder Schnarchen hindeuten, bekommen Sie einen Termin in der Allgemeinen Sprechstunde (Poliklinik) oder in der Privatsprechstunde. Nach einer dort erhobenen besonderen schlafmedizinischen Befragung und Befunderhebung bieten wir eine Schlafsc-reening-Untersuchung und weitere spezielle Diagnostikverfahren an. Bei der Schlafscreening-Untersuchung werden im Nachtschlaf Parameter wie Schnarchgeräusche, Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung, Atempausen und Körperlage automatisch registriert und anschließend gemeinsam mit Ihnen ausgewertet.
Therapeutische Entscheidungen werden mit internistischen und zahnärztlichen Kollegen der Uniklinik Köln oder mit den kooperierenden Kollegen aus dem nahe gelegenen Zentrum für Beatmung und Schlafmedizin im Malteser Krankenhaus St. Hildegardis getroffen.
Termine: Montags von 8.00 bis 9.30 Uhr und nach Vereinbarung
| Kontakt | Terminvergabe | Telefon | Telefax |
| Dr. Anagiotos | Mo.-Fr. 8.00 - 12.00 Uhr | +49 221 478-4754 +49 221 478-4787 | +49 221 478-6425 |
Mitarbeiter "HNO-ärztliche Schlafsprechstunde"
| Dr. A. Anagiotos | Profil | ||
| Dr. A. Speck | Profil |
Diagnostik und Behandlung schlafbezogener Atmungsstörungen an der HNO-Klinik
Leitsymptome
- Häufiges und unregelmäßiges Schnarchen mit Atempausen
- Gesteigerte Tagesmüdigkeit und Einschlafneigung
Häufige zusätzliche Symptome
- Morgendliche Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit
- Konzentrations und Gedächtnisstörungen
- Depressive Verstimmung
- Libidoverlust/Potenzstörungen
Mit OSAS assoziierte Erkrankungen
- Artertieller Hypertonus (Bluthochdruck)
- Myokardiale Ischämien (Herzminderdurchblutung)
- Herzrhythmusstörungen
- Pulmonale Hypertonie (Hochdruck im Lungenkreislauf)
- Schlaganfall
- Diabetes Mellitus
- Depressionen, kognitive Dysfunktionen (Gedächtnisstörung)
- Müdigkeitsbedingte Unfälle
Hintergrund zum Schnarchen und Schlafapnoesyndrom
Das obstruktive Schlafapnoesyndrom (OSAS) stellt eine häufige Form schlafbezogener Atmungsstörungen dar. Am OSAS erkrankte Patienten sind unbehandelt durch kardiovaskuläre Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck oder Schlaganfall gefährdet und haben ein erhöhtes Unfallrisiko (siehe Kasten). Sie sollten deshalb unbedingt therapiert werden. Zur Behandlung der schlafbezogenen Atmungsstörungen stehen neben allgemeinen Maßnah-men wie Verhaltensänderung und Gewichtsreduktion vor allen Dingen Hilfsmittel wie die nächtliche Beat-mungstherapie (meist nCPAP) oder Bissschienen sowie operative Maßnahmen zur Verfügung.
Je nach Ursache und Ausprägung der Schlafapnoe oder des Schnarchens und evtl. vorliegenden Begleiterkran-kungen werden die verschiedenen Behandlungsprinzipien eingesetzt.
Wir bieten Ihnen, in Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachdisziplinen, sämtliche Therapiemöglichkeiten an.
Schlafhygienische Maßnahmen
- Reduktion des Körpergewichts
- Feste Bettzeiten
- Leichte Mahlzeiten zum Abend
- Vermeiden von Alkohol 6 Stunden vorm Schlafen
- Körperliche Aktivitäten in den Vormittag/Tag legen
Therapie
Verhaltensmaßnahmen zur Verbesserung des „harmlosen Schnarchens“ und der obstruktiven Schlafapnoe sind die Normalisierung des Körpergewichts und der abendliche Verzicht auf Alkohol, Koffein und Nikotin (siehe Kasten). Allergische Erkrankungen der Atemwege, Bluthochdruck, Schilddrüsenerkrankungen, Nierenerkran-kungen, Herz-Lungen-Erkrankungen oder Diabetes mellitus müssen konsequent medikamentös behandelt wer-den, da sie den Schlaf, die Atmung oder beides ungünstig beeinflussen.
Der Atemwegswiderstand und die Kollapsneigung im Bereich der oberen Atemwege können außerdem mit Platzhaltern und Schienen reduziert werden. Nasenpflaster oder -Klammern erleichtern das Atmen bei einem engen Naseneingang. Schienen zur Vorverlagerung des Unterkiefers erweitern den Rachen und verhindern so das Schnarchen. Die Vermeidung der Rückenlage hilft, wenn sie nur in Rückenlage schnarchen oder ihre Atem-pausen haben.
Operationen
Operative Verfahren werden immer dann in Erwägung gezogen, wenn die oberen Atemwege Veränderungen aufweisen, die das Schnarchen und die Atempausen verursachen. Je nach vorliegendem Untersuchungsbefund werden Operationen zur Verbesserung der Nasenatmung, zur Beseitigung der Rachen- oder Gaumenmandeln, zur Gaumensegelstraffung, zur Gewebereduktion im Bereich des Weichgaumens, der Gaumenmandeln oder in besonderen Fällen des Zungengrundes einzeln oder kombiniert eingesetzt.
Den „Goldstandard“ der Therapie des OSAS stellt die kontinuierliche Überdruckbeatmung (nCPAP = nasal continuous positive airway pressure) des Patienten während des Schlafes dar. Hierzu stehen Geräte zur Verfü-gung, die mit Hilfe einer fest ansitzenden Maske die Atemwege offen halten, um eine ungestörte Atmung zu ermöglichen. Wenn diese Therapie nicht toleriert wird können weitere konservative oder operative Alternativen diskutiert werden.
Wir verfügen über große Erfahrung mit den genannten Therapieverfahren, bzw. Verweisen auf Kollegen aus dem Bereich internistische Schlafmedizin oder Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie.

