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Schlafmedizin
Gesunder Schlaf ist eine zentrale Voraussetzung für körperliche und mentale Erholung
Unser Anliegen ist es, Sie auf dem Weg zu einem gesunden und erholsamen Schlaf nachhaltig therapeutisch zu begleiten.
Schlafbezogene Beschwerden können sich unter anderem äußern durch:
- Schnarchen, nächtliche Atemgeräusche oder Atemaussetzer
- Ein- und Durchschlafstörungen
- Anhaltende Tagesmüdigkeit und Konzentrationsprobleme
- Verminderte Leistungsfähigkeit und erhöhte Reizbarkeit
- Trockenheitsgefühl im Mund- oder Rachenraum am Morgen
- Erhöhter nächtlicher Harndrang (Nykturie)
- Bluthochdruck oder Herzrhythmusstörungen
Solche Symptome können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen – sowohl im beruflichen als auch im sozialen Alltag.
Wenn Sie sich in einem oder mehreren dieser Punkte wiedererkennen, ist eine schlafmedizinische Abklärung sinnvoll.
Unser Schwerpunkt liegt in der Therapie schlafbezogener Atmungsstörungen.
Auf Basis einer vorliegenden Diagnostik (Polygrafie/ Polysomnographie) erarbeiten wir individuelle, moderne und praxistaugliche Therapiekonzepte – mit dem Ziel, Ihre Schlafqualität langfristig zu verbessern.
Schnarchen und Schlafapnoe: Ursachen, Risiken und moderne Therapieoptionen
In Deutschland schnarcht nahezu jede zweite Person – mit unterschiedlich starker Ausprägung. Während viele Formen harmlos sind, kann Schnarchen in bestimmten Fällen gesundheitliche Risiken bergen. Ein ernstzunehmender Handlungsbedarf besteht insbesondere dann, wenn es während des Schlafs zu Atemaussetzern kommt – ein Krankheitsbild, das als Schlafapnoe bezeichnet wird.
Die obstruktive Schlafapnoe ist insbesondere deshalb gefährlich, weil sich die nächtlichen Atemstillstände über einen längeren Zeitraum verstärken und zu ernsthaften gesundheitlichen Folgen führen können. Neben Symptomen wie morgendlichen Kopfschmerzen und chronischer Tagesmüdigkeit steigt bei dauerhaft unbehandelter Apnoe das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen deutlich an – insbesondere für Herzinfarkte und Schlaganfälle.
Die Standardtherapie erfolgt in der Regel mithilfe eines nächtlichen Atemtherapiegeräts, das über eine Atemmaske einen Überdruck erzeugt und so verhindert, dass die oberen Atemwege im Schlaf kollabieren. Obwohl diese Form der Überdrucktherapie medizinisch sehr wirksam ist, empfinden viele Patientinnen und Patienten die Anwendung als störend oder unangenehm.
Als Alternativen kommen individuell angepasste Zahnschienen infrage. Diese werden nach einem Abdruck der Zähne gefertigt und halten durch eine mechanische Verlagerung des Unterkiefers den Rachenraum während des Schlafs offen. In bestimmten Fällen kann auch ein chirurgischer Eingriff am Weichgaumen (Weichgaumenplastik) zur Verbesserung der Atemwegsverhältnisse in Betracht gezogen werden.
Sollten diese konservativen und chirurgischen Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg bringen, besteht bei uns die Möglichkeit, einen sogenannten Zungenschrittmacher zu implantieren. Dieses medizinische Implantat verhindert durch elektrische Impulse das Zurücksinken der Zunge im Schlaf und gewährleistet so eine stabile Atemwegsführung. Wie ein Herzschrittmacher wird das Gerät unter dem Schlüsselbein implantiert. Ein Sensor erkennt den Atemrhythmus – und gibt gezielte, sanfte Impulse an einen Nerv unter der Zunge. Dadurch wird verhindert, dass die Zunge im Schlaf nach hinten fällt und die Atemwege blockiert.
Das Leistungsspektrum der Klinik umfasst hier
- Propofol-induzierte, endoskopische Schlafdiagnostik
- operativer Eingriff am Weichgaumen/ den Mandeln
- Radiofrequenzhyperthermie von Gaumen und Zunge
- Laserchirurgie des Rachenraumes
- Nasenscheidewandbegradigung/ Nasennebenhöhlen Chirurgie
- Implantation des Zungenschrittmachers
Ist ein Zungenschrittmacher für Sie geeignet?
Für viele Patientinnen und Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe, bei denen die bisherigen Therapien – wie Atemmaske und/ oder Unterkieferschiene – nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben, kann ein Zungenschrittmacher eine wirkungsvolle Alternative sein. Damit dieses Verfahren jedoch die bestmögliche Wirkung entfalten kann, müssen bestimmte medizinische Voraussetzungen erfüllt sein.
Wer kommt für einen Zungenschrittmacher infrage?
Voraussetzungen im Überblick:
- Schlafapnoe mittlerer bis schwerer Ausprägung
AHI (Atemaussetzer pro Stunde) zwischen 15 und 65 - Keine zentrale Apnoe-Dominanz
Ursache liegt in den oberen Atemwegen, nicht im Gehirn - BMI unter 35 kg/m²
Kein starkes Übergewicht - Unverträglichkeit oder erfolglose Therapie mit Atemmaske
Mindestens zwei Maskentypen (z. B. Nasen- oder Fullface-Maske) ausprobiert - UKPS unwirksam oder nicht möglich
Unterkieferschiene hat nicht gewirkt oder konnte nicht verwendet werden - Alter ab 18 Jahren
Sie sind unsicher, ob Sie die Voraussetzungen erfüllen?
Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an schlaf@uk-koeln.de und senden Sie uns Ihre Unterlagen zu. Alternativ beraten wir Sie persönlich in unserer Schlafsprechstunde vor Ort.
Als Universitätsklinikum sind wir an zahlreichen Studien beteiligt oder führen eigene Forschungsprojekte im Bereich der Schlafmedizin durch. Wenn Sie Interesse an einer Studienteilnahme haben, sprechen Sie uns gerne an. Durch unsere Forschung möchten wir dazu beitragen, unseren Patientinnen und Patienten in Zukunft noch besser helfen zu können.
Kontakt
Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
Telefon +49 221 478-4754
Sprechstunde Dienstag 09:00 Uhr - 12:00 Uhr
Telefon Privatpatienten +49 221 478-4750
Privatsprechstunde Donnerstag 09:00 Uhr - 12:00 Uhr
E-Mail schlaf@uk-koeln.de



