Tympanotomie, Trommelfelldefekte und Stapesplastik

Kombination von Diagnostik und Therapie bei akutem Hörsturz

Foto: Klaus Schmidt
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Bei der Tympanotomie handelt es sich sowohl um einen diagnostischen als auch potentiell therapeutischen Eingriff. Bei unklaren Schwerhörigkeiten oder plötzlicher Taubheit kann der Eingriff indiziert sein, um die Ursache der Hörstörung zu klären. Im Falle eines Hörsturzes beispielsweise kann ein Riss in der Membran eines Innenohrfensters vorliegen.

Foto: Klaus Schmidt
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Im Rahmen einer Tympanotomie, die oft in Lokalnarkose durchführbar ist, kann durch den Gehörgang durcharbeitend das Trommelfell zur Seite geklappt werden, das Mittelohr inspiziert und die betroffene Membran mit Bindegewebe abgedichtet werden. Eine Garantie der Hörverbesserung kann durch eine derartige operative Intervention leider nicht gegeben werden. Allerdings kann gleichzeitig die lokale Applikation von Medikamenten direkt am Innenohrfenster erfolgen, was ebenfalls einen positiven Effekt auf die Erholung des Hörvermögens haben kann.

Bei der Tympanotomie handelt es sich sowohl um einen diagnostischen als auch potentiell therapeutischen Eingriff.  Bei unklaren Schwerhörigkeiten oder plötzlicher Taubheit kann der Eingriff indiziert sein, um die Ursache der Hörstörung zu klären. Im Falle eines Hörsturzes beispielsweise kann ein Riss in der Membran eines Innenohrfensters vorliegen.

Im Rahmen einer Tympanotomie, die oft in Lokalnarkose durchführbar ist, kann durch den Gehörgang durcharbeitend das Trommelfell zur Seite geklappt werden, das Mittelohr inspiziert und die betroffene Membran mit Bindegewebe abgedichtet werden. Eine Garantie der Hörverbesserung kann durch eine derartige operative Intervention leider nicht gegeben werden. Allerdings kann gleichzeitig die lokale Applikation von Medikamenten direkt am Innenohrfenster erfolgen, was ebenfalls einen positiven Effekt auf die Erholung des Hörvermögens haben kann.

Trommelfell-Operationen

Ein intaktes Trommelfell bessert das Hören und schützt das Innenohr

Bei einem Loch im Trommelfell kann es zu einer Mittelohrschwerhörigkeit kommen. Diese kann in aller Regel durch eine gehörverbessernde Operation behandelt werden. Hierzu werden die zerstörten Anteile des Mittelohres wieder rekonstruiert (Tympanoplastik). Die Maßnahmen reichen von einem Wiederaufbau des Trommelfells (sogenannte „Tympanoplastik Typ I“) mit patienteneigener Muskelhaut,  Knorpelhaut oder Knorpel bis zu einer Rekonstruktion des Gehörganges (Meatoplastik) und der Gehörknöchelchenkette (Tympanoplastik Typ II und III). Hierfür werden, wenn möglich, die restlich verbliebenen, patienteneigenen Gehörknöchelchen oder modernste Prothesen aus Titan verwendet. Wegen der geringen Dimensionen erfolgt die Operation unter Einsatz modernster Operationsmikroskope (Mikrochirurgie).

Stapesplastik

Alternative zum Hörgerät bei Patienten mit Otosklerose

Ist die Ursache einer Schwerhörigkeit eine Otosklerose, so kann eine Stapesplastik helfen, das Gehör teilweise deutlich zu verbessern und in manchen Fällen sogar zu normalisieren. Bei der Stapesplastik werden Trommelfell und Innenohr mittels einer Prothese miteinander verbunden.

Bei der Otosklerose besteht eine Verknöcherung des Innenohres. Hierdurch kommt es zu einer Fixierung eines Gehörknöchelchens und in der weiteren Folge zu einer Schwerhörigkeit. Oft bestehen zudem Ohrgeräusche (Tinnitus). Frauen sind häufiger von der Otosklerose betroffen als Männer.

Die Operation kann in der Regel in Lokalnarkose erfolgen. Der Eingriff erfolgt durch den Gehörgang am Trommelfell vorbei. Der Vorteil einer Lokalnarkose besteht darin, dass die Patienten bereits in der Operation ein besseres Hören empfinden und der korrekte Sitz der Prothese so sichergestellt werden kann. Vor einer Operation in lokaler Narkose erhalten alle Patienten ein Beruhigungsmedikament, das die Aufregung nimmt. Die Alternative zur Operation stellt die Versorgung mit konventionellen (klassischen) Hörgeräten dar.