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Kehlkopftumor
Im Kehlkopf können gutartige Veränderungen (z. B. Polypen, Papillome) oder bösartige Tumoren entstehen.
Typische Symptome sind:
- anhaltende Heiserkeit,
- Schluckbeschwerden,
- Atemnot oder
- ein Fremdkörpergefühl im Hals.
Der häufigste bösartige Tumor im Kopf-Hals-Bereich ist das Kehlkopfkarzinom (Larynxkarzinom).
- Hauptrisikofaktor: Rauchen (auch viele Jahre nach dem Rauchstopp besteht ein Risiko).
- Frühsymptom: Heiserkeit, besonders wenn die Stimmlippen betroffen sind.
- Seltener betroffen: Nichtraucher.
Behandlung in der Uniklinik Köln
Die Therapie wird individuell festgelegt und in enger Zusammenarbeit mit dem Kopf-Hals-Tumorzentrum (CIO Köln) entschieden. Möglich sind:
- Minimal-invasive Chirurgie (Laser, Mikroskop, Exoskop),
- Teilresektionen des Kehlkopfs,
- komplette Kehlkopfentfernung (Laryngektomie) bei ausgedehnten Tumoren,
- Strahlen- +/- Chemotherapie sowie
- Kombinationsverfahren.
Alle Fälle werden im interdisziplinären Tumorboard besprochen, an dem Expertinnen und Experten aus HNO, Onkologie, Strahlentherapie, Radiologie und Pathologie beteiligt sind.
Laserchirurgie
- Besonders geeignet bei Krebsvorstufen und kleinen Tumoren
- Millimetergenaue, gewebeschonende Abtragung
- Histologische Untersuchung des entnommenen Gewebes zur Sicherheit
Teil- und Komplettentfernung des Kehlkopfs
- Teilentfernung: bei größeren Tumoren, um Tumorkontrolle und Funktion zu sichern
- Komplettentfernung (Laryngektomie): bei sehr ausgedehnten Tumoren
- Häufig mit dauerhafter Tracheotomie (Luftröhrenschnitt)
- Bei Bedarf Rekonstruktion mit Gewebetransplantaten
- Stimmrehabilitation: durch moderne Sprechventile, die Luft- und Speiseröhre verbinden; elektronische Hilfen („Elektro-Larynx“) sind nur noch selten notwendig
Selbsthilfegruppen bieten Patientinnen und Patienten sowie Angehörigen die Möglichkeit, sich in einem geschützten Rahmen auszutauschen und wertvolle Informationen zu erhalten. Durch gemeinsames Erfahrungswissen und gegenseitige Unterstützung fällt der Umgang mit einer Erkrankung oft deutlich leichter.
Gerade bei chronischen oder schweren Erkrankungen können Selbsthilfegruppen die Lebensqualität verbessern und den Behandlungserfolg positiv beeinflussen – ein Aspekt, den auch die Fachwelt sehr schätzt.
Die Selbsthilfegruppe Kehlkopfoperierte trifft sich regelmäßig in der HNO-Abteilung der Uniklinik Köln.
Weitere Informationen zu Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern und Terminen finden Sie auf der Internetseite der Selbsthilfegruppe Kehlkopfoperierte Köln
