"Make-Sense"-Kampagne

Aufklärung über Kopf-Hals-Krebs – Erkennen. Handeln. Leben retten.

Die „Make-Sense“-Kampagne ist eine europaweite Aufklärungsinitiative, die sich der frühzeitigen Erkennung und besseren Behandlung von Kopf-Hals-Tumoren widmet. Ziel ist es, die Öffentlichkeit, medizinisches Fachpersonal sowie Betroffene und Angehörige für diese oft übersehene Krebsform zu sensibilisieren. Kopf-Hals-Tumoren umfassen verschiedene bösartige Erkrankungen im Bereich von Mundhöhle, Rachen, Kehlkopf, Nase und Nasennebenhöhlen. Eine frühzeitige Diagnose kann entscheidend sein – denn je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Warnzeichen früh erkennen

Die Symptome von Kopf-Hals-Tumoren werden häufig unterschätzt oder nicht ernst genommen. Eine ärztliche Abklärung sollte erfolgen, wenn eines der folgenden Anzeichen länger als drei Wochen besteht:

  • Wunden oder Geschwüre in der Mundhöhle, die nicht abheilen
  • Rote oder weiße Flecken im Mund
  • Anhaltende Halsschmerzen oder Heiserkeit
  • Schmerzen oder Schwierigkeiten beim Schlucken
  • Fremdkörpergefühl im Hals
  • Einseitig verstopfte Nase oder blutiger Nasenausfluss
  • Schwellung am Hals

Diese Beschwerden können harmlos sein – sollten aber unbedingt ärztlich untersucht werden, wenn sie über längere Zeit bestehen. Eine frühzeitige Diagnose verbessert die Erfolgsaussichten einer Behandlung erheblich.

HPV als Risikofaktor

Ein wichtiger, aber wenig bekannter Risikofaktor für bestimmte Kopf-Hals-Tumoren ist das humane Papillomavirus (HPV). Dieses Virus kann Haut und Schleimhäute infizieren – unter anderem im Bereich des Rachens, der Mandeln und des Zungengrunds. Besonders der Hochrisikotyp HPV 16 steht im Zusammenhang mit sogenannten oropharyngealen Karzinomen. Schätzungen zufolge sind rund 70 Prozent der Oropharynxkarzinome durch HPV verursacht. Diese Tumorart tritt häufig bei jüngeren Menschen auf, die keine typischen Risikofaktoren wie Tabak- oder Alkoholkonsum aufweisen. Die Übertragung erfolgt meist durch sexuellen Kontakt, häufig auch ohne sichtbare Symptome.

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Impfung schützt vor Krebs

Die beste Vorsorge gegen HPV-bedingte Tumoren ist die Impfung. Aktuell sind drei HPV-Impfstoffe zugelassen. Sie schützen zuverlässig vor den gefährlichsten HPV-Typen – auch vor jenen, die mit Kopf-Hals-Krebs in Verbindung stehen.

  • Eine frühzeitige Impfung beugt Infektionen vor, kann jedoch bestehende Infektionen nicht heilen.

Es gibt Hinweise darauf, dass die HPV-Impfung auch vor oralen HPV-Infektionen schützt.

Wissen schützt Leben

Die „Make-Sense“-Kampagne möchte aufklären, informieren und das Bewusstsein für Kopf-Hals-Krebs stärken. Informierte Menschen erkennen Warnzeichen schneller, suchen gezielter Hilfe und haben bessere Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung.

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Weitere Informationen

Mehr Informationen und weiterführende Materialien finden Sie auf:

Univ.-Prof. Dr.--Klußmann-Jens Peter
Univ.-Prof. Dr. Jens Peter Klußmann

Leiter des Zentrums
Klinikdirektor

Assistentin Marion Claussen
Priv.-Doz. Dr.--Sharma-Shachi Jenny
Priv.-Doz. Dr. Shachi Jenny Sharma

Leitende Oberärztin und stellvertretende Klinikdirektorin

Dr.--Charpentier-Arthur
Dr. Arthur Charpentier

Leitender Oberarzt

Dr.--Abing-Helen
Dr. Helen Abing

Oberärztin

Dr.--Suchan-Malte
Dr. Malte Suchan

Oberarzt